Schlagwort Archive: Wohnungseigentümergemeinschaft

Haftung des „werdenden Wohnungseigentümers“ für Hausgeld

Haftung des „werdenden Wohnungseigentümers“ für Hausgeld

Ein „werdender Wohnungseigentümer“ haftet beim Ersterwerb seines Miteigentumsanteils vom Bauträger bzw. dem teilenden Eigentümer allein für die Lasten der Wohnung, sobald er eine verfestigte Erwerbsposition erlangt hat. Der noch im Grundbuch eingetragene Verkäufer muss nicht mehr für die Lasten aufkommen.

Entziehung des Wohnungseigentums?

Entziehung des Wohnungseigentums?

Eine Wohnungseigentümergemeinschaft ( WEG ) ist nach dem Gesetz unauflösbar. In der Praxis kommen jedoch immer wieder Situationen vor, in denen sich die Frage stellt, ob es den Wohnungseigentümern zuzumuten ist, die Gemeinschaft mit einem / einer bestimmten Miteigentümer / Miteigentümerin fortzusetzen.

Wohnungseigentümer kann Abrechnung anfechten

Wohnungseigentümer kann Abrechnung anfechten

Auch bei unerheblicher Belastung kann ein Wohnungseigentümer die Abrechnung anfechten. Das Recht zur Beschlussanfechtung wird nicht dadurch ausgeschlossen, dass ein Abrechnungsfehler den anfechtenden Wohnungseigentümer nur mit einem geringen Betrag betrifft. Dies gilt insbesondere dann, wenn generelle Zweifel an der Richtigkeit der Abrechnung bestehen, die innerhalb der Beschlussanfechtungsfrist nicht behoben werden können. Ob etwas anderes zu gelten hat, wenn die die Anfechtung ersichtlich rechtsmissbräuchlich ist, bleibt offen. (amtlicher Leitsatz)

Kein Preisvergleich vor Wiederbestellung des WEG-Verwalters erforderlich

Kein Preisvergleich vor Wiederbestellung des WEG-Verwalters erforderlich

BGH, Urteil vom 1.4.2011, Az.: V ZR 96/10

Bevor die Wohnungseigentümergemeinschaft einen Verwalter, dessen Bestellung abgelaufen ist, wieder bestellt, müssen keine Vergleichsangebote anderer Verwalter eingeholt werden. Die Eigentümer können auch dann am bewährten Verwalter festhalten, auch wenn dessen Vergütung höher ist als die anderer Verwalter.

Wohnungseigentümer haben weiten Gestaltungsspielraum bei Änderung der Umlageschlüssel für Betriebskosten

Wohnungseigentümer haben weiten Gestaltungsspielraum bei Änderung der Umlageschlüssel für Betriebskosten

BGH, Urteil vom 1.4.2011, Az.: V ZR 162/10

Nach § 16 Abs. 3 WEG ist es der Wohnungseigentümergemeinschaft möglich, den Umlageschlüssel der in der Vorschrift genannten Betriebs- und Verwaltungskosten für die Zukunft zu ändern. Die gewählte Neuregelung muss allerdings den Grundsätzen einer ordnungsgemäßen Verwaltung entsprechen. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass den Wohnungseigentümern aufgrund ihres Selbstorganisationsrechts ein weiter Gestaltungsspielraum eingeräumt ist. Rückwirkungen auf bereits abgeschlossene Zeiträume, sind in der Regel unzulässig.