Schlagwort Archive: Arbeitgeber

Lehrer schlägt Schülerin im Reflex

Lehrer schlägt Schülerin im Reflex

Die fristlose Kündigung kann unwirksam sein!

Aufgrund der Einzelfallabwägung kann das Ergebnis erzielt werden, dass ein Lehrer, der eine Schülerin/einen Schüler geschlagen hat, nicht fristlos gekündigt wird. Im Rahmen des Kündigungsschutzverfahren konnte nicht ausgeschlossen werden, dass es sich hierbei um einen Reflex des Lehrers im Zusammenhang mit eskalierenden Verhaltensweisen der Schüler handelte.

Verspätete Vorlage der Krankmeldung? Fristlose Kündigung des Arbeitsverhältnisses droht!

Verspätete Vorlage der Krankmeldung? Fristlose Kündigung des Arbeitsverhältnisses droht!

Der Arbeitgeber kann von Arbeitnehmern verlangen, dass sie ab dem ersten Tag der Krankheit eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorlegen. Eine solche Regelung im Arbeitsvertrag ist wirksam. Verstößt der Arbeitnehmer gegen die Vorlagepflicht, kann beim Hinzutreten von erschwerenden Umständen auch eine fristlose Kündigung gerechtfertigt sein. Das wäre zum Beispiel der Fall, wenn der Arbeitnehmer auch auf eine Abmahnung keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorlegt.

Verdachtskündigung wegen Entwendung geringwertiger Sachen

Verdachtskündigung wegen Entwendung geringwertiger Sachen

Seit dem Fall „Emmely“ in aller Munde: Darf wegen des dringenden Verdachts des Diebstahls von Eigentum des Arbeitgebers ohne Abmahnung fristlos gekündigt werden? Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg hat dies für den Fall eines Filialleiters bestätigt: Die Geringwertigkeit der entwendeten Sachen stehe der Kündigung ebenso wenig entgegen wie die Betriebszugehörigkeit von 21 Jahren.

Sittenwidrige Kündigung wegen Heirat

Sittenwidrige Kündigung wegen Heirat

Eine Kündigung wegen Eheschließung mit einer chinesischen Staatsangehörigen ist sittenwidrig!

Die Kündigung eines Arbeitnehmers verstößt gegen die grundgesetzlich geschütze Eheschließungsfreiheit (Art. 6 Abs. 1 GG), wenn sie nur wegen der Eheschließung mit einer in China lebenden chinesischen Staatsangehörigen ausgesprochen wurde. Sie ist sittenwidrig, wenn der Arbeitgeber jahrelang die Beziehung des Arbeitnehmers nicht als sicherheitsrelevant einordnet, diesen dann aber in Kenntnis der Hochzeit abwirbt und ihm kurz darauf kündigt, obwohl sich nichts verändert hat.

Abmahnung durch Arbeitsgericht nur begrenzt prüfbar

Abmahnung durch Arbeitsgericht nur begrenzt prüfbar

Ein Arbeitnehmer kann grundsätzlich gegen eine aus seiner Sicht zu unrecht erteilte Abmahnung gerichtlich vorgehen. Dabei ist der Prüfungsumfang der Arbeitsgerichte allerdings begrenzt. Nicht geprüft wird beispielsweise die Frage, ob die Abmahnung als solche eine Überreaktion darstellt.