Kategorie Archive: Wohnungseigentumsrecht

Tiefgarage darf nicht als Fahrradabstellplatz genutzt werden!

Tiefgarage darf nicht als Fahrradabstellplatz genutzt werden!

Nach einem Urteil des Landgerichts Hamburg vom 17.6.2015, Az.: 318 S 167/14, dient eine Tiefgarage  dem Abstellen von Kraftfahrzeugen. Dies folge aus der Zweckbestimmung in einer Teilungserklärung. Nach deren Auslegung [...] Weiterlesen →

Zigarettenasche auf Nachbarbalkon kann teuer werden !

Zigarettenasche auf Nachbarbalkon kann teuer werden !

Eine Raucherin muss wegen des Verstoßes gegen einen Vergleich mit einer unter ihr wohnenden Miteigentümerin 3.000,00 € zahlen, denn sie hatte sich verpflichtet, keine Zigarettenasche mehr über den Balkonrand nach [...] Weiterlesen →

Wohnungseingangstüren sind zwingendes Gemeinschaftseigentum!

Wohnungseingangstüren sind zwingendes Gemeinschaftseigentum!

Auch wenn die Teilungserklärung einer WEG die Wohnungseingangstür dem Sondereigentum zuordnet, so ist diese zwingend gemeinschaftliches Eigentum der Wohnungseigentümer, so entschied der BGH im Urteil vom 25.10.2013 zum Az.: V [...] Weiterlesen →

Tagesmutter darf Tätigkeit nach Untersagungsbeschluss nicht fortführen

Tagesmutter darf Tätigkeit nach Untersagungsbeschluss nicht fortführen

Die Mieterin einer Eigentumswohnung betrieb in der Wohnung eine Tagespflegestelle für bis zu fünf Kleinkinder. Die Wohnungseigentümer und Vermieter wurden aufgrund der Klage einer Wohnungseigentümerin verurteilt, die Nutzung der Wohnung als Kindertagespflegestelle zu unterlassen. Die Revision der Beklagten hatte keinen Erfolg. Der Unterlassungsanspruch der klagenden Eigentümerin ergibt sich bereits daraus, dass den Beklagten die Ausübung der Tagesmuttertätigkeit ihrer Mieterin durch einen Beschluss der Wohnungseigentümer untersagt worden war. Dieser Beschluss ist nicht angefochten worden und daher für die Beklagten verbindlich.

Umlage von Verwaltergebühren

Umlage von Verwaltergebühren

Der Umlageschlüssel “Miteigentumsanteile” anstatt “Wohneinheiten” kann bei Verwaltergebühren unzulässig sein!

Ordnungsgemäße Verwaltung ist nicht gegeben, wenn der Umlageschlüssel für die Verwaltergebühren von bisher Einheiten auf Miteigentumsanteile geändert wird und aufgrund dessen ein Eigentümer künftig das Doppelte an Verwaltergebühren zu zahlen hat.

Haftung des „werdenden Wohnungseigentümers“ für Hausgeld

Haftung des „werdenden Wohnungseigentümers“ für Hausgeld

Ein „werdender Wohnungseigentümer“ haftet beim Ersterwerb seines Miteigentumsanteils vom Bauträger bzw. dem teilenden Eigentümer allein für die Lasten der Wohnung, sobald er eine verfestigte Erwerbsposition erlangt hat. Der noch im Grundbuch eingetragene Verkäufer muss nicht mehr für die Lasten aufkommen.

Professioneller Verwalter muss selbst prüfen, ob Insolvenz des Eigentümers vorliegt

Professioneller Verwalter muss selbst prüfen, ob Insolvenz des Eigentümers vorliegt

Beauftragt ein professioneller WEG-Hausverwalter einen Rechtsanwalt mit der gerichtlichen Geltendmachung von Hausgeldern, so muss er sich vorher selbst über eine eventuelle Insolvenz des säumigen Wohnungseigentümers vergewissern.

Wohnungseigentümer müssen Hausverwalter trotz wichtigem Grund nicht abberufen

Wohnungseigentümer müssen Hausverwalter trotz wichtigem Grund nicht abberufen

Auch dann, wenn ein wichtiger Grund im Sinne des § 26 WEG vorliegt, der zur Abberufung des Verwalters berechtigen würde, kann ein einzelner Wohnungseigentümer nicht die Abberufung des Verwalters verlangen. Die Wohnungseigentümer haben einen Spielraum, ob sie den Verwalter tatsächlich abberufen.

Entziehung des Wohnungseigentums?

Entziehung des Wohnungseigentums?

Eine Wohnungseigentümergemeinschaft ( WEG ) ist nach dem Gesetz unauflösbar. In der Praxis kommen jedoch immer wieder Situationen vor, in denen sich die Frage stellt, ob es den Wohnungseigentümern zuzumuten ist, die Gemeinschaft mit einem / einer bestimmten Miteigentümer / Miteigentümerin fortzusetzen.