Räumungsurteil gegen stark rauchenden Mieter bestätigt!

Aktenstapel

Die Richter des Landgerichtes Düsseldorf bestätigten am 26.06.2014 (Aktenzeichen: 21 S 240/13) das Urteil des Amtsgerichtes, wonach eine Kündigung wegen starken Rauchens in der Wohnung und einhergehender Geruchsbelästigung wirksam ist. 

Ein Mieter dürfe zwar in der Wohnung rauchen. Dies allein stelle kein vertragswidriges Verhalten dar und könne keine Kündigung rechtfertigen.
Der in einem Mehrfamilienhaus lebende 75-jährige habe vorliegend aber keine Maßnahmen getroffen, um zu verhindern, dass Zigarettenrauch in den Hausflur zieht. Andere Mieter hatten sich beschwert, woraufhin der Mann die Kündigung erhielt. Im Übrigen habe er nur unzureichend gelüftet und seine zahlreichen Aschenbecher nicht geleert.

Bei der Bemessung der Räumungsfrist wurde aber berücksichtigt, dass der beklagte Mieter bereits seit etwa 40 Jahren in der Wohnung lebt.
Das Landgericht Düsseldorf ließ zudem die Revision zum Bundesgerichtshof gegen dieses Urteil zu, um grundsätzlich klären zu lassen, ob die durch das Rauchen eines Mieters verursachten Immissionen innerhalb eines Mehrfamilienhauses einen Kündigungsgrund darstellen können.

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